Frankfurt sucht Vermieter für sozialen Wohnraum

Amt für Wohnungswesen startet neue Informationskampagne „Schlauvermieter“ zum Wohnungsförderprogramm der Stadt

Frankfurt, 15. März 2011. Die Stadt Frankfurt am Main geht erneut in die Offensive, um die derzeit rund 7.200 als wohnungssuchend gemeldeten Haushalte mit geeigneten Wohnungen zu versorgen. Mit einer Informationskampagne will das zuständige Amt für Wohnungswesen Vermieter in Frankfurt für das städtische Förderprogramm für sozialen Wohnraum gewinnen. Eine wichtige Voraussetzung: Die zu vermietende Wohnung muss in Frankfurt liegen. Broschüren, Handzettel und insbesondere die Internetseite www.schlauvermieter.de informieren über Bedingungen und Vorteile der Förderung für Vermieter. In den ersten Wochen machen zudem Plakate in der Stadt auf die Kampagne aufmerksam.

Stadt Frankfurt kauft Belegungsrecht

Und so funktioniert die Förderung: Die Stadt Frankfurt erwirbt von Eigentümern das Recht, für deren freie Mietwohnungen Mieter vorzuschlagen. Im Rahmen dieses Belegungsrechts vermieten Eigentümer Wohnraum an weniger einkommensstarke Haushalte zu einer vergünstigten Miete und erhalten als Ausgleich attraktive Subventionen vom Amt für Wohnungswesen. Stadtrat Edwin Schwarz, Dezernent für Planen, Bauen, Wohnen und Grundbesitz erklärt: „Ziel dieser Förderung ist es, mehr Menschen den Weg zu einer bezahlbaren Wohnung zu ebnen. Das geht nicht ohne finanzielle Anreize. Darüber hinaus können wir Wohnungseigentümern ein Plus an Sicherheit bieten, was das Risiko von Mietausfällen betrifft. Auch die Suche nach geeigneten Mietern erweist sich für den Vermieter als stressfrei.“

Förderprogramm schafft Anreize für Vermieter

Auch bei einer von der Stadt geförderten Wohnung kommt es zu einem normalen Mietvertrag zwischen Mieter und Vermieter. Der Eigentümer entscheidet nach wie vor, welcher Mieter in seine Wohnung einzieht. Die Stadt Frankfurt erwirbt lediglich das Recht, geeignete Mieter – mindestens drei – vorzuschlagen. Mieter zahlen fünf Euro pro Quadratmeter und zusätzlich die Nebenkosten. Die Differenz zur ortsüblichen Vergleichsmiete erstattet die Stadt Frankfurt. Das können bis zu 50 Prozent der Gesamtmiete sein. Zusätzlich erhalten die Vermieter einen Bonus von zehn Euro pro Quadratmeter und Bindungsjahr. So kommen bei zehn bis 15 Jahren Bindungsdauer mehrere Zehntausend Euro Förderung zusammen. Diesen Betrag erhalten Vermieter auf Wunsch auch als Einmalzahlung.

Individuelle Fördersumme online errechnen

Mit einem Kalkulator auf www.schlauvermieter.de kann der Eigentümer schon vorab eine mögliche Fördersumme berechnen. Dazu genügt es, drei Zahlen einzugeben: Quadratmeter der Wohnung, Vergleichsmiete laut Frankfurter Mietspiegel und gewünschte Bindungsdauer. Auf der Internetseite finden interessierte Vermieter ausführliche Informationen zur Antragstellung und Antworten auf Detailfragen. Das Amt für Wohnungswesen bietet natürlich auch eine persönliche Auskunft und Beratung an: Telefon (0 69) 2 12-7 07 00 und info@schlauvermieter.de

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